40 Jahre Seminar
HEP Ausbildung
HEP Ausbildung
40 Jahre Seminar

Es begann 1972:
Sieben Zivildienstleistende in voller Jugendkraft wussten nicht, was sie mit ihrer Kraft anfangen sollten – ganz klar unterfordert!
Dr. Feuerstack ergriff die Chance und gab einen Kurs über Rudolf Steiners Lebensgang und die Entstehung der Anthroposophie. Nicht nur die jungen Leute kamen, ältere Mitarbeiter kamen ebenso dazu.
Ein Keim war gelegt, das Interesse war geweckt und es sollte nicht wieder einschlafen. Also gab ich den nächsten Kurs mit dem Thema: "Wahrheit und Wissenschaft“, der Doktorarbeit Rudolf Steiners. Aber was wären anthroposophische Themen ohne die Künste – Malen, Plastizieren, Musik, Sprachgestaltung, Eurythmie? Die Fachleute dafür, die Künstler waren ja vor Ort, und einer nach dem anderen gab seinen Beitrag dazu.

Einen ersten Schritt in Richtung Ausbildung gab es 1975:
Ein Gespräch mit dem Leiter des Rudolf-Steiner-Seminars in Bad Boll signalisierte die Bereitschaft, die Kurse als "Proseminare“ anzuerkennen.

Ein weiterer Schritt zur Genehmigung folgte 1978:
Unsere Anfrage in Stuttgart, ob die Kurse als Schule für Heilerziehungspflege genehmigt werden könnten, wurde freudig begrüßt mit der Antwort, dass eine Genehmigung gar nicht nötig sei, und als besondere Überraschung wurde ungefragt für jede Schülerin und jeden Schüler ein bescheidener Zuschuss zugesagt.

Das Seminar nimmt seine Arbeit 1979 auf:
Alle Einzelfragen, Lehrplan usw. waren geklärt. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon lange die Kurse besucht hatten, bekamen ein vorzeigbares Abschlusszeugnis in die Hand. Und die jungen Menschen, die so mutig waren, eine eben entstehende Schule zu besuchen, hatten frischen Wind in den Segeln.
Die jungen Menschen sind die wahren Begründer des Seminars: ihr Interesse an der Arbeit gab den Unterrichtenden die Chance, das Neuland zu beackern und die Aussaat zu wagen. Einiges ist gut gewachsen, hat sogar direkt in Weckelweiler Wurzeln geschlagen und Früchte getragen, anderes hat sich weit verbreitet, beispielsweise bis nach Schweden und streut weiter Samen aus.

Aus dem Keim ist ein kleiner Baum geworden, der immer neue Früchte trägt! Weil es das Seminar gibt, kommen jedes Jahr neue Menschen nach Weckelweiler. Sie bringen Fragen mit, sie fragen nach dem Sinn der Arbeit, so dass diese nicht in der Routine des Alltags stecken bleibt. Und sie leisten viel, ohne sie wäre die Arbeit gar nicht zu schaffen! Nur selten merkt das jemand, weil es schon so selbstverständlich ist.

Das ist mein Dankwort an alle, die mutig und wach im rechten Augenblick die Initiative ergriffen haben und einen Gruß an alle, die das zukünftig tun wollen!

Otfried Plass
Mitbegründer des Seminars

Neuigkeiten