HEP Ausbildung
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2012 Schauspiel Peter Pan

Peter Pan – eine Reise ins Nimmerland

Am Anfang einer Reise steht immer eine Entscheidung.

So wie viele, viele Jahrgänge vor uns, mussten also auch wir, der Kurs H, am Anfang unseres letzten Seminarjahres eine solche Entscheidung treffen – es galt ein Stück für unser Abschluss-Schauspiel zu finden. Eine nicht ganz leichte Entscheidung, wenn man bedenkt, dass unser 6-köpfiger Kurs zu fünf Anteilen aus Frauen bestand...

Nach relativ kurzer Zeit fielen die zwei Worte „Peter Pan“ das erste Mal. Ich erinnere mich, dass die Mehrheit unseres Kurses diesen Vorschlag eher schmunzelnd aufnahm – erschien es sogar realistischer „Dinner for one“ zu inszenieren. Das „Problem“ mit diesen zwei Worten war jedoch, dass sie – einmal genannt – nicht mehr so recht verschwinden wollten.

Wenn man eine Entscheidung getroffen hat und sich dann auf eine Reise begibt, stören kleine Hindernisse auf dem Weg (wie in unserem Fall bspw. 20 zu besetzende Rollen) nicht mehr wirklich. Man schafft einfach alles und wenn nicht sofort, dann „kommt Zeit, kommt auch Rat“ oder eben ein Schauspiellehrer wie Eduard Gruber.

Rückblickend, fast wie aus dem Nichts, wurden immer mehr Rollen besetzt. Es tauchten Piraten, verlorene Jungen, Indianer, Musiker, Krokodile und Kinder auf, die alle wie heimlich von Eduard angeworben und „beprobt“ wurden. An dieser Stelle eine kleine Hommage an den wohl talentiertesten Marionetten-Spieler, den ich je getroffen habe!

Auch das Bühnenbild erschien uns anfangs – metaphorisch gesprochen – wie eine mittelgroße Gebirgskette, die sich quer über unseren Weg schlang, auch brauchten wir schließlich UNBEDINGT einen großen Baum, auf dem man in unglaublichen Höhen sitzen und in dem man verschwinden konnte und natürlich brauchten wir auch ein Piratenschiff, das wie aus dem Nichts auftauchte und das mindestens zwei Ebenen haben musste. Alles musste ja schließlich fantastisch sein. Auch hier konnten wir wieder erleben, dass es einfach Nichts gibt, was aufhält, wenn man einen Weg UNBEDINGT beschreiten will.

Am Abend der ersten Aufführung standen wir kurz vor Beginn des Stückes gemeinsam im Lichtblick-Café der Brettachhöhe. Über 20 Menschen reichten sich die Hände und hielten einen kurzen Moment inne – ein absolut magischer Moment, der einfach alles ausdrückt, was über unseren gemeinsamen Weg ins Nimmerland zu sagen ist.

Hochachtungsvoll

Captain Hook

Die folgenden Fotos geben einen kleinen Einblick in die Entstehung dieses Werkes über viele Monate hinweg - eines Gemeinschaftsprojektes mit Seminaristen, Mitarbeitern, Menschen mit Unterstützungsbedarf, Kindern und Dozenten.

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